Use Case · logiccloud CONTROL

Entwickeln Sie Funktionen.
Keine Elektronik.

Für Hersteller, die heute eigene Steuerungselektronik entwickeln, industrialisieren und über Jahre pflegen.

Mit logiccloud CONTROL wird proprietäre Steuerungselektronik durch Standard-Hardware und eine ressourcenschonende vPLC ersetzt: weniger Hardwareaufwand, schnellere Time-to-Market, mehr Flexibilität.

Ausgangslage

Warum proprietäre Elektronik Innovation bremst.

Die eigentliche Maschinenfunktion entsteht erst nach einem langen Hardwareprozess: spezifizieren, Elektronik entwickeln, Prototypen testen, industrialisieren, beschaffen und pflegen.

  • Hohe Entwicklungskosten

    Know-how und Kapital fließen in Elektronik statt in differenzierende Maschinenfunktionen.

  • Lange Time-to-Market

    Hardware-Revisionen und Industrialisierung verlängern Entwicklungszyklen.

  • Lebenszyklusrisiken

    Bauteilabkündigungen, Varianten und Ersatzteilhaltung erhöhen den Aufwand.

Der Paradigmenwechsel

Die Steuerungsfunktion wird Software.

Standardisieren Sie die Hardware — differenzieren Sie Ihre Maschine über Software.

Bisher

HARDWARE

Hardware bestimmt Funktion und Lebenszyklus.

  • Maschinenfunktion
  • Proprietäre Elektronik
  • Eigene Hardwarevariante

Mit logiccloud CONTROL

SOFTWARE

Software bestimmt die Funktion — Hardware bleibt austauschbar.

  • Maschinenfunktion
  • logiccloud CONTROL
  • Standard-Hardware

Die Runtime

Kleine Runtime. Große wirtschaftliche Wirkung.

Der geringe Ressourcenbedarf der vPLC macht logiccloud CONTROL besonders attraktiv für den Hardwareersatz — keine überdimensionierte Computing-Plattform als Voraussetzung.

  • 01

    Kompakte Hardware

    Einsatz auf geeigneten ressourcenschonenden Edge-Plattformen.

  • 02

    Niedrigere Stückkosten

    Rechenleistung passend zur Anwendung dimensionieren.

  • 03

    Breiter Einsatzbereich

    Interessant auch dort, wo heute kostensensitive proprietäre Elektronik eingesetzt wird.

Was gewinnt Ihr Unternehmen?

Der Kundennutzen entsteht über den gesamten Produktlebenszyklus.

  • Weniger Entwicklungsaufwand

    Standard-Hardware reduziert den Bedarf an kundenspezifischer Elektronikentwicklung.

  • Schneller am Markt

    Funktionen werden softwareseitig umgesetzt, getestet und ausgerollt.

  • Weniger Varianten

    Eine gemeinsame Hardwarebasis kann mehrere Produktvarianten abdecken.

  • Mehr Unabhängigkeit

    Maschinenfunktionen sind weniger eng an eine proprietäre Elektronikplattform gebunden.

  • Einfachere Produktpflege

    Neue Funktionen und Optimierungen per Software-Update bereitstellen.

  • Bessere Skalierbarkeit

    Die Softwarearchitektur lässt sich auf geeignete Hardware- und Leistungsklassen übertragen.

Cyber Resilience Act

CRA verändert den Maschinen-Lifecycle.

Cybersecurity wird zur Aufgabe über den gesamten Produktlebenszyklus: Meldepflichten gelten seit dem 11. September 2026, die volle Anwendbarkeit ab dem 11. Dezember 2027. Die Frage lautet nicht mehr nur „Wie steuern wir die Maschine?“ — sondern „Wie halten wir sie über Jahre sicher und aktuell?“

  • Schwachstellen beherrschen

    Hersteller müssen während des Supportzeitraums wirksame Prozesse zur Behandlung von Schwachstellen sicherstellen.

  • Updates ermöglichen

    Sicherheitsrelevante Korrekturen müssen über den Produktlebenszyklus organisatorisch und technisch beherrschbar sein.

  • Installierte Basis kennen

    Transparenz über Geräte, Softwarestände und Supportzeiträume wird strategisch wichtig.

Die Produkte dahinter · CONTROL + ORCHESTRATE

Zukunftssicherheit wird zur Architektur.

Die vPLC macht die Steuerung softwaredefiniert. ORCHESTRATE macht die installierte Basis zentral beherrschbar — zentral ausrollen, Lifecycle beherrschen, Zukunft offenhalten.

  1. HardwareStandardisieren
  2. ControlvPLC · HMI · Connectivity
  3. OrchestrateDeploy · Update · Manage
  4. Ecosystem1 → 10.000 Geräte

Technologischer Enabler für Lifecycle- und Updateprozesse — die CRA-Konformität des Gesamtprodukts bleibt Aufgabe des Herstellers.

Häufige Fragen zum Hardwareersatz

Wie klein darf die Hardware sein?

CONTROL braucht Linux mit einer Container-Laufzeit wie Docker oder Podman, auf x86 oder ARM (32 oder 64 Bit). Die dokumentierte Mindestausstattung: ein 700-MHz-Prozessorkern, 500 MB Arbeitsspeicher und 1,5 GB Speicherplatz.

Was ist mit Echtzeit, Motion und Sicherheitsfunktionen?

Wie hart eine Echtzeitanforderung erfüllt wird, hängt am Gerät und seinem Betriebssystem — das klären wir in der Auslegung. Für schnelle Motion-Anwendungen und zertifizierte Sicherheitsfunktionen bleibt dedizierte Hardware auf absehbare Zeit gesetzt.

Wie kommen unsere Ein- und Ausgänge an die Steuerung?

Über gerätespezifische Anbindungen — etwa die I/Os des WAGO CC100, den ctrlX Data Layer oder die GPIOs eines Raspberry Pi — und über Standardprotokolle wie Modbus TCP/RTU oder OPC UA. Die vollständige Liste steht auf der Seite Schnittstellen.

Wie kommen Updates später auf ausgelieferte Maschinen?

Mit logiccloud ORCHESTRATE: gestaffelt ausrollen, bei Problemen stoppen und jede Änderung protokollieren — die technische Grundlage für die Update-Pflichten aus dem Cyber Resilience Act.